Vita  
  Erika Matsunami wurde in Hiroshima (Japan) geboren und lernte japanischen traditionellen Tanz bei Fuhjma-Ryu (Fujima Toshika) und später bei Hanayagi Masatoyo (花柳 雅豊) Hanayagi-Ryu - (japanischen traditionellen Tanz Verband). 1984 erhielt sie den Künstlernamen „Hanayagi Hosenyu"(花柳 豊仙遊). In der Zeit von 1982 bis 1984 studierte sie Bildhauerei bei Prof. Hisashi Akutagawa u.a an der Hijiyama-Universität (Hiroshima, Japan), wo sie von 1984-1986 Fachforschung Bildhauerei/Plastik (advanced courses) bei Prof. Hisashi Akutagawa tätig war. In dieser Zeit war sie Mitglied der Shinseisaku ykokai Hiroshima, des Bildende Kunst -Künsterverbands im Bereich Bildhauerei. Nach Europa ankommend studierte sie zunächst Deutsch an der Universität Wien und anschließend 1992-1995 sie studierte am Fachbereich Bildende Kunst, Kulturpädagogische Arbeitsstelle für Weiterbildung (Institut für Kunst im Kontext) an der Universität der Künste Berlin (Hochschule der Künste Berlin) und in 1997 absolvierte sie dort ihr Studium am Institut für Kunst im Kontext unter der Betreuung von Katharina Jedermann und Wolfgang Knapp. Sie praktizierte Fotografie bei dem in Paris ansässigen Fotografen Thomas Dorn.

Erika Matsunami arbeitet in den Bereichen Performance, Video- und Sound- Art, Fotografie und Mixed-Media-Installationen. Seit 2008 ist sie Mitglied der GEDOK (Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V.) in Deutschland und seit 2009 Mitglied bei berlinerpool (zeitgenössische Kunst Archiv/Plattform für Berliner KünstlerInnen und KuratorInnen) in Berlin. Seit 2000 produziert und entwickelt sie experimentelle Videos und visuelle Performances. Zwischen 2000 und 2004 arbeitete sie aktiv am Berliner Theater-Projekt „Thikwa“ mit. Sie beteiligte sich an zahlreichen Projekten und Ausstellungen, an Tanz- und Bewegungs-Performances sowie an Festivals, und nahm regelmäßig an Ausstellungen, Performancen und Festivals teil, wie beispielsweise im Künstlerbahnhof Westend (Karl-Hofer-Gesellschaft/UdK, Berlin), am britischen National Film Theatre (BFI Southbank, London), bei der Finnish National Gallery (Helsinki) und im Martin-Gropius-Bau (Berlin).

Seit Dezember 2006 ist sie in OIO involviert, einer künstlerischen Zusammenarbeit mit dem griechischen Komponisten und Pianisten Antonis Anissegos. Das Projekt „deflection – rasenjo no jikan“ – Performance und audiovisuelle Installation im Kyoto Art Centre (Japan 2005) und das experimentelle Video „deflection“ (2005) beim Experimental Video Film Festival EXIS 06 (Seoul), Media Art Festival (Friesland, NL), 20th Instants Video Festival (Marseille, FR) und der transmediale 07 (Berlin), sowie die audiovisuelle Improvisation „session“ (2007) im b-flat (Berlin) und bei Gesellschaft/Ort e.V. (Wuppertal).
Das Projekt „trans+ O“ führte OIO in Zusammenarbeit mit dem japanischen Künstler Kyota Takahashi in 2007 durch. OIO arbeitet kontinuierlich an einem Projekt namens „still/silent“ an folgenden Veranstaltungsorten: GlogauAIR (Berlin), Haus der Kulturen der Welt (Berlin), Arttransponder (Berlin, 2007), Espai Niu/Hangar (Barcelona, 2008), Palazzo Pesaro Papafava (Venedig, 2009) und Experimental Video & Film Festival EXiS (Seoul, 2009).

Teile ihres Projekts „B.O.D.Y.“ (2000-2009), einer Video-, Performance-, Fotografie-, Mixed-Media-Installation, waren in den Ausstellungen „unbeschreiblich weiblich“ im Kunstforum der GEDOK in Hamburg und „o.T. Wer die Wahl hat“ im Verborgenen Museum in Berlin (2009) zu sehen. Das Projekt „B.O.D.Y.“ (2000-2010) ist zu sehen bei der von Dr. Birgit Möcke kuratierten Ausstellung „Positionen 1960 – 2010. 50 Jahre GEDOK Berlin“ („GEDOK Berlin 1960-2010 Positionen der Gegenwart“ im Kunstraum Bethanien, Berlin, 22.10. – 28.11.2010). In der Zeit von 2009-2010 war Erika Matsunami Gaststudentin bei Prof. Dr. Martin Supper (Studiengangsleiter des Weiterbildungsstudiengangs Sound Studies – Akustische Kommunikation am ZIW der UdK Berlin und Leiter des UNI.K-Studios für Klangkunst und Klangforschung an der Fakultät Musik) an der UdK Berlin. Sie lebt und arbeitet in Berlin.